19.01.2009

Sianoukville/Battambang/Siem Reap

Da hier die meisten Internetzugaenge mehr als langsam sind, kommen wir leider erst jetzt wieder dazu wieder einmal was zu schreiben.

In den letzten drei Tagen waren wir ordentlich unterwegs, zum Abschluss waren wir in Shianoukville noch Segeln, zum surfen hat es leider nicht wirklich gereicht, war ein schoener Segelwind mit drei Windstaerken und ich (Dani) habe auch meine erste Segelstunde von Florian bekommen.

Am Samstag sind wir dann um 07:15 nach Battambang (Nordwesten Kambodschas) aufgebrochen, nach einer 12 Stunden Fahrt und mit einer Stunde Verspaetung in Phnom Penh sind wir dann endlich in Battambang eingetroffen. Die Fahrt selbst war mehr als holprig und wir waren zwar ca. 40 Leute im Bus, davon aber nur vier Europaer.

Am naechsten Tag wurden wir dann um 05:00 Uhr Frueh von einem Gesang und Xylophon entlang der ganzen Strasse aufgeweckt, spaeter erfuhren wir das fuer die Moenche ein Feiertag war.
War aber eh nicht schlecht das wir so frueh munter wurden, da wir mit den anderen zweien (Ewa und Martin) einen Tagesausflug geplant hatten. Am Programm war Bamboo Train, Wat und zum Killing Cave (frueher der Sitz der Goetter).

Unser erster Stop war der Bambootrain in einem Dorf noerdlich von Battambang, nach einer kurzen Preisverhandlung ging dann die Fahrt zu einer Ziegelproduktion ca. 1/2 Stunde entfernt los. Irgendwie hat die Strecke an eine Achterbahn erinnert und das ganze natuerlich ungesichert und das Tempo war auch ziemlich rasant.

Nach einer kurzen Fuehrung in der Ziegelfabrik ging es dann retour und dann gleich zum Wat (wurde im Jahr 1027 erbaut). Beim Wat empfing uns dann gleich ein selbst ernannter Guide, der kein Englisch konnte und gleich pro Person 1.000 Riel verlangte weil sie so hungrig war.

Danach ging es dann ein ordentliches Stueck Strasse entlang (der Weg durfte sich eigentlich nicht Strasse nennen) Richtung Killing Fields. Auf der Strasse durften wir dann wieder einmal Schuettelshakes sein und wie waren richtig froh das all unsere Organe noch dort waren wo sie hingehoerten.

Die Killing Caves sind wir dann zu Fuss hinauf gegangen, der Berg hat wirklich eine sehr traurige Geschichte denn hier wurden die Kambodschianer zur Zeit der Roten Khmer hinauf getrieben zu ihren Todesgang, kamen kurzfristig ins Gefaengnis und wurden dann erschlagen und in die Hoehlen hinuntergestuerzt, damals kamen ca. 2.000 Menschen dort um und nur wenige konnten es ueberleben.

Jetzt ist es eine Gedenk- und Gebetsstaette wo wir auch einem aeusserst witzigen Moench begegneten, der nicht nur von unseren Tattoos begeistert war.

Auf den Killing Caves sahen wir auch unsere ersten frei lebenden Affen.

Am Abend waren wir dann noch am Markt, denn Florian wollte unbedingt eine Schlange essen, fanden dann auch einen Kuriositaeten Stand (hier sagen sie wahrscheinlich Delikatessen) mit Schlangen, Ratten, Kakerlaken und noch anderem Ungetier, Florian hat es dann doch bleiben lassen, aber wie es scheint hat er sich auch mit seiner "Huehner-Leber" Durchfall geholt.

Gestern erfuhren wir auch das die Lebenserwartung der Kambodschianer nicht wirklich hoch ist fuer Frauen 53 Jahre und fuer Maenner 50 Jahre, deswegen sind sie hier auch wirklich stolz auf sich wenn sie schon aelter als 55 sind.

In Battambang haben wir die Kambodschianer endlich von ihrer freundlichen Seite kennen gelernt und das Land selbst mit ganz anderen Augen gesehen.

Heute ging es dann um 07:00 Uhr in der Frueh los mit dem Boot Richtung Siem Reap, nach einer 8stuendigen Tour sind wir auch endlich hier angekommen.

Zuerst sind wir in einem Seitenarm vom Tonle Sap gefahren und haben ganze schwimmende Doerfer gesehen die hier auf dem Wasser mit Hausbooten leben, die Kinder waren alle ganz begeistert und haben lauthals und mit Kusshand auf sich aufmerksam gemacht, damit wir Ihnen auch ja zuwinken, das letzte Stueck sind wir dann direkt auf dem Tonle Sap gefahren und ganz zum Abschluss durch ein Wassergaesschen wo man niemals glauben wuerde das wir da durch gepasst haben mit unserem Boot, geschweige denn dem Gegenverkehr ausweichen konnten, aber wir sind ohne kentern heil angekommen und morgen werden wir uns dann mit den Raedern aufmachen zum Angkor Wat (dem quassi 8 Weltwunder)
Bamboo Train mit Ewa und Martin
Kurz vor uns ist ein LKW von der Strasse abgekommen
Killing Caves, hier wurden die Erschlagenen runter gestossen
Auf der Fahrt nach Siem Reap

1 Kommentar:

  1. Hallo ihr Abenteurer!
    Wie man an den Bildern sehen kann wird es wirklich immer toller. Durch eure Berichte habe ich auch richtiges Urlaubsfeeling.
    Florian muss zwischend den kleinen Asiaten ja richtig auffallen. Die Kinder und der Mönch sind ganz schön begeistert wie man sieht.
    Was ist auf dem Video los Daniela? Schaust du das nichts rein kommt, oder das nichts raus kommt?
    Hab euch lieb
    Bussi Mama

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